Was denken Sie?
Das denke ich auch.
Ich bin anderer Meinung.
Das ist vielleicht etwas schwierig. (Höfliche Absage)
Ich überlege es mir. (Oft als Absage)
Entschuldigung, ich habe schon etwas anderes vor.
Vielleicht ein andermal.
Darin bin ich nicht sehr gut / Das ist nicht so meins.
Nein danke, im Moment nicht.
Da kann man nichts machen.
Tut mir leid, aber es passt mir zeitlich nicht.
Ich verstehe, was Sie sagen, aber...
Überanstrengen Sie sich nicht.
Das kommt darauf an.
Ich überlasse das Ihnen.
Das Verständnis der tiefgreifenden Konzepte von "Honne" (本音) und "Tatemae" (建前) ist der Schlüssel, um die wahre Tiefe japanischer sozialer Interaktionen zu entschlüsseln. "Honne" übersetzt sich in die echten, inneren Gefühle, Meinungen und Wünsche einer Person. "Tatemae" hingegen ist die öffentliche Fassade, das Verhalten und die Meinungen, die eine Person der Welt zeigt, um die soziale Harmonie oder "Wa" (和) zu wahren. In der japanischen Kultur hat die Bewahrung dieser Harmonie und die Vermeidung direkter Konflikte Vorrang vor fast allem anderen. Infolgedessen wird es als unglaublich verletzend und aggressiv unhöflich angesehen, eine unverblümte Meinung zu äußern oder eine Bitte mit einem scharfen "Nein" ("Iie" - いいえ) rundweg abzulehnen. Stattdessen verlassen sich die Japaner auf einen schönen, komplizierten Tanz aus Mehrdeutigkeit und abschwächenden Phrasen. Wenn Sie mit jemandem nicht übereinstimmen, anstatt zu sagen, dass er falsch liegt, würden Sie sanft sagen "Watashi wa chigau to omoimasu" (私は違うと思います - Ich denke anders). Wenn Sie eine Einladung oder Bitte ablehnen, müssen Sie dem Bittsteller einen eleganten Ausweg bieten, damit er sein Gesicht wahren kann. Zu sagen "Sore wa chotto muzukashii desu ne" (それはちょっと難しいですね - Das könnte ein bisschen schwierig sein) ist der universell verstandene höfliche Code für "Nein, das kann ich nicht tun". Ein weiterer absoluter Grundpfeiler der japanischen höflichen Absage ist "Kangaete okimasu" (考えておきます - Ich werde darüber nachdenken). Für einen Westler mag dies wie ein "Vielleicht" klingen, aber im Kontext des japanischen Tatemae bedeutet es fast immer ein definitives, höfliches "Nein". Wenn Sie ein gesellschaftliches Treffen absagen müssen, ist die Verwendung einer vagen Ausrede wie "Sumimasen, senyaku ga arimashite" (すみません、先約がありまして - Entschuldigung, ich habe bereits etwas anderes vor) völlig akzeptabel und verhindert verletzte Gefühle. Zu lernen, diese subtilen Hinweise zu lesen und durch den sanften Schleier des Tatemae zu kommunizieren, wird Ihnen immensen Respekt und Vertrauen bei den Japanern einbringen.
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