Haben Sie ein Erkältungsmittel?
Ich brauche ein Kopfschmerzmittel.
Wo ist das Magenmittel?
Ein fiebersenkendes Mittel, bitte.
Welches Medikament wirkt am besten?
Macht das schläfrig?
Geben Sie mir bitte ein Medikament, das nicht schläfrig macht.
Wie oft am Tag muss ich das einnehmen?
Bitte nach dem Essen einnehmen. (Apotheker)
Bitte vor dem Essen einnehmen. (Apotheker)
Bitte mit Wasser einnehmen. (Apotheker)
Haben Sie Pflaster?
Ich brauche Gurgelwasser.
Augentropfen, bitte.
Sie brauchen ein Rezept. (Apotheker)
Sich in japanischen Apotheken zurechtzufinden, erfordert das Verständnis einer grundlegenden strukturellen Trennung in der Einzelhandelslandschaft. In Japan gibt es eine sehr strenge rechtliche und visuelle Unterscheidung zwischen einem "Drugstore" (ドラッグストア - Doraggusutoa) und einer echten "Apotheke" (薬局 - Yakkyoku). In massiven Drugstore-Ketten mit hell beleuchteten, chaotischen Schaufenstern (wie Matsumoto Kiyoshi) kauft man Kosmetika, Snacks, Pflaster und rezeptfreie Medikamente. Bei leichten Beschwerden können Sie hineingehen und das Personal fragen: "Kazegusuri wa arimasu ka" (風邪薬はありますか - Haben Sie ein Erkältungsmittel?) oder nach einem "Zutsuuyaku" (頭痛薬) für Kopfschmerzen fragen. Ausländische Reisende müssen sich jedoch eines großen medizinischen Unterschieds bewusst sein: Japanische rezeptfreie Medikamente enthalten im Allgemeinen deutlich niedrigere Dosierungen an Wirkstoffen als ihre westlichen Äquivalente. Ein Schmerzmittel, das zu Hause für Sie wirkt, könnte sich in Japan unglaublich schwach anfühlen. Stärkere Medikamente, wie Antibiotika oder hochwirksame Symptomlinderer, können Sie in einem Drugstore absolut nicht kaufen. Sie müssen eine Klinik aufsuchen, um ein physisches Papierrezept, bekannt als "Shohousen" (処方箋), zu erhalten, und dieses Papier dann zu einem speziellen "Yakkyoku" (Rezeptapotheke) bringen. Dies sind meist ruhige, klinisch aussehende Büros, die sich oft direkt neben den Kliniken befinden. Im Yakkyoku wird Ihnen der Apotheker (Yakuzaishi - 薬剤師) die strengen Dosierungsregeln sorgfältig erklären. Die japanische Medizinkultur legt großen Wert darauf, Tabletten in Verbindung mit Mahlzeiten einzunehmen, um die Magenschleimhaut zu schützen. Man wird Ihnen selten einfach nur sagen, Sie sollen "zwei Tabletten am Tag nehmen". Stattdessen wird der Apotheker Sie nachdrücklich anweisen, sie "Shokugo" (食後 - strikt nach dem Essen) oder "Shokuzen" (食前 - strikt vor dem Essen) einzunehmen. Die Beachtung dieser zeitlichen Vorgaben ist essenziell für die Wirksamkeit.
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