Kleines tsu (っ)
Das kleine tsu っ verdoppelt den folgenden Konsonanten und erzeugt eine kurze Pause (sokuon). Im Gegensatz zum Katakana ッ steht es in genuin japanischen Wörtern.
Hiragana ひらがな ist eines der drei Schriftsysteme Japans, neben Kanji (chinesischen Schriftzeichen) und Katakana. Hiragana sind japanische Lautzeichen, die Silben darstellen. Sie werden oft für genuin japanische Wörter, Höflichkeitssuffixe, grammatische Partikeln und lautliche Ausdrücke verwendet.
Inhalt
Die Herkunft der Hiragana reicht bis in die Heian-Zeit in Japan (794–1185) zurück. Damals nutzten die Frauen am Kaiserhof chinesische Schriftzeichen, um ihre Alltagssprache zu schreiben – für Menschen ohne Chinesischkenntnisse waren diese Zeichen aber schwer zu lesen. So entstanden die Hiragana, damit alle Japanisch lesen und schreiben konnten.
Hiragana bestehen aus 46 Zeichen, von denen jedes eine japanische Silbe darstellt. Die Zeichen stammen von vereinfachten Kanji, die auf ihre einfachste Form reduziert und so umgeformt wurden, dass sie Laute statt Ideen wiedergeben. Hiragana werden meist eher klein geschrieben und oft zusammen mit Kanji verwendet, um japanische Wörter zu schreiben.
Hiragana bestehen aus 46 Silbenzeichen. Da japanische Wörter durch das Aneinanderreihen von Kana entstehen, schauen wir uns an, wie ein Wort gebildet wird.
Aufbau
(Fisch)
Das Wort «Fisch» (sakana): Jedes Hiragana さ (sa), か (ka) und な (na) steht für eine Silbe; zusammen ergeben sie さかな.
Die ごじゅうおん (gojūon, wörtlich «fünfzig Laute») bilden die Grundlage des japanischen Kana-Schriftsystems (Hiragana und Katakana). Sie ergeben eine Tabelle, in der die Zeilen nach Vokalen (a, i, u, e, o) und die Spalten nach Konsonanten (k, s, t, n, h usw.) geordnet sind. Trotz des Namens sind es nicht genau fünfzig Laute – die japanische Sprache hat sich weiterentwickelt, und einige ältere Laute sind verschwunden oder selten geworden. Das gojūon-Tableau ist zentral fürs Lernen, weil es die Silbenschrift logisch und leicht merkbar darstellt.
Dakuon (だくおん, «stimmhafte Laute») sind Kana, bei denen zwei kleine Striche (dakuten) anzeigen, dass der Konsonant stimmhafter ausgesprochen wird (zum Beispiel か → が, さ → ざ, た → だ usw.). Handakuon (はんだくおん, «halbstimmhafte Laute») betreffen nur die h-Reihe, die mit einem kleinen Kreis (handakuten) statt zweier Striche zu p wird (は → ぱ, ひ → ぴ, ふ → ぷ, へ → ぺ, ほ → ぽ). Diese Zeichen ändern die Aussprache des Konsonanten – und genau das brauchst du, um Japanisch richtig zu lesen und zu schreiben.
Die 拗音 (ようおん, «zusammengezogene Laute») sind Kombinationen aus Hiragana (oder Katakana) auf -i (zum Beispiel き, し, ち …) mit einem kleinen ゃ, ゅ oder ょ. So entsteht ein einziger Laut wie きゃ (kya), しゃ (sha), ちゃ (cha) usw. Diese Zusammenziehung macht das japanische Lautsystem reicher und vielfältiger. Grafisch wird ゃ, ゅ oder ょ kleiner geschrieben; gesprochen bildet das Ganze eine Silbe statt zweier getrennter Laute.
Über das gojūon-Tableau hinaus haben Hiragana besondere Formen und Rollen, wenn sie mit Kanji kombiniert werden – vor allem als Okurigana und Furigana.
Das kleine tsu っ verdoppelt den folgenden Konsonanten und erzeugt eine kurze Pause (sokuon). Im Gegensatz zum Katakana ッ steht es in genuin japanischen Wörtern.
In Hiragana schreibt man lange Vokale, indem man ein weiteres Vokal-Kana anhängt – nicht mit ー (das vor allem in Katakana vorkommt). Derselbe Vokal oder う/お nach o-Lauten verlängert den Laut.
Manche Hiragana sind grammatische Partikeln und werden dann anders gelesen als ihr üblicher gojūon-Wert.
Wird als Themamarker wa gelesen (nicht ha)
わたしはがくせいです
Wird als Objektmarker o gelesen (nicht wo)
みずをのむ
Wird als Richtungsmarker e gelesen (nicht he)
にほんへいく
Sobald du Hiragana kannst, siehst du sie ständig neben Kanji. Okurigana und Furigana sind die beiden wichtigsten Wege, wie Hiragana dir beim Lesen helfen.
Okurigana sind Hiragana, die nach einem Kanji stehen und die Lesung eines Wortes vervollständigen – vor allem bei Verb-, Adjektiv- und Nomenendungen. Sie gehören zur Standardschreibweise und helfen, Wörter mit demselben Kanji zu unterscheiden.
Aufbau
taberu · essen
Furigana sind kleine Hiragana über (oder neben, bei senkrechter Schrift) Kanji, die zeigen, wie man sie liest. Sie ersetzen das Kanji nicht – sie führen die Aussprache, vor allem bei seltenen oder schwierigen Zeichen.
Lesehilfe
漢字
kanji · Chinesische Schriftzeichen
日本語
nihongo · Japanische Sprache
Okurigana vs. Furigana – worin liegt der Unterschied?
Okurigana
Stehen nach dem Kanji · Teil der offiziellen Schreibweise · zeigen Beugung und Wortgrenzen.
Furigana
Stehen über dem Kanji · nur Lesehilfe · oft kleiner · können in fortgeschrittenen Texten fehlen.
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