Wo ist der Waschsalon?
Das Waschmittel wird automatisch hinzugefügt.
Bitte wechseln Sie das in Münzen.
Kann ich auch den Trockner benutzen?
Die Wäsche ist fertig.
Wie trennt man hier den Müll?
Kaufen Sie die gebührenpflichtigen Mülltüten im Späti.
Lebensmittelabfälle müssen separat entsorgt werden.
Werfen Sie Plastik und Dosen hier hinein.
Sammeln Sie Papier dort drüben.
Sie müssen die Behälter auswaschen, bevor Sie sie wegwerfen.
Wenn Sie den Müll nicht trennen, droht ein Bußgeld.
Darf ich das hier wegwerfen?
Wo ist der Müllplatz?
Sie müssen einen Aufkleber für Sperrmüll kaufen.
Für Langzeitreisende und Auswanderer ist das Verständnis der Müllentsorgung eine tiefgreifende Einführung in die strengen bürgerlichen Pflichten der modernen koreanischen Gesellschaft. Wäschewaschen ist einfach; rund um die Uhr geöffnete Waschsalons (코인 세탁소 - Koin setakso) gibt es überall. Sie sind hochautomatisiert, das Waschmittel (세제 - Seje) wird meist automatisch in die Maschine gepumpt, und man bezahlt bequem über digitale Kioske oder mit der T-Money-Karte. Die eigentliche kulturelle Hürde ist jedoch das Müllsystem. Südkorea verfügt über eines der strengsten und komplexesten Recyclingsysteme der Welt (분리수거 - Bullisugeo). Selbst Deutsche, die als Weltmeister im Mülltrennen gelten, sind hier oft überrascht! Seinen gesamten Müll in einen einzigen schwarzen Sack zu werfen, ist illegal und führt zu massiven Geldstrafen (벌금 - Beolgeum). Der allgemeine Hausmüll muss in spezielle, von der Stadtverwaltung vorgeschriebene, gebührenpflichtige Mülltüten geworfen werden, die Jongnyangje bongtu (종량제 봉투) genannt werden. Diese Tüten sind nach Bezirken farbcodiert und müssen im örtlichen Späti gekauft werden. Der erstaunlichste Teil dieses Systems ist die Behandlung von Lebensmittelabfällen (음식물 쓰레기 - Eumsingmul sseuregi). Essensreste müssen rigoros vom allgemeinen Müll getrennt werden, da Korea fast 100 % seiner Lebensmittelabfälle zu Tierfutter oder Kompost recycelt. Sie müssen Flüssigkeiten abtropfen lassen, harte Knochen oder Eierschalen entfernen (diese gelten als Hausmüll) und die restlichen Lebensmittel in winzige, spezielle gelbe Säcke füllen. Schließlich müssen Plastik, Dosen, Glas und Papier akribisch gesäubert werden – das bedeutet, dass Sie Ihre Lieferessensbehälter komplett ausspülen müssen, bevor Sie sie in die dafür vorgesehenen Recyclingbehälter Ihres Gebäudes werfen. Die Bewältigung dieser äußerst disziplinierten Pflicht ist unerlässlich, um sich in den koreanischen Alltag einzufügen.
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