Sie müssen warten, bis die Älteren anfangen zu essen.
Geben Sie Älteren Dinge immer mit beiden Händen.
Lassen Sie Ihre Reisschale beim Essen auf dem Tisch stehen.
Schenken Sie Alkohol mit beiden Händen ein.
Drehen Sie den Kopf zur Seite, wenn Sie vor Älteren Alkohol trinken.
Sie müssen Ihre Schuhe ausziehen, bevor Sie den Raum betreten.
Man darf die Stäbchen nicht in den Reis stecken.
Es ist besser, sich am Tisch nicht laut die Nase zu putzen.
In öffentlichen Verkehrsmitteln muss man leise sein.
Man darf Namen nicht mit roter Tinte schreiben.
Um sich wirklich in die südkoreanische Gesellschaft zu integrieren und peinliche Fehltritte zu vermeiden, muss man die tief verwurzelte konfuzianische Etikette und lokale Tabus strikt beachten. Die auffälligsten Regeln betreffen das Essen und Trinken. Im Restaurant dürfen Sie niemals Ihr Besteck in die Hand nehmen oder anfangen zu essen, bevor nicht die älteste oder ranghöchste Person am Tisch ihren ersten Bissen genommen hat (어른이 먼저 드실 때까지 기다려야 해요). Beim Einschenken oder Entgegennehmen eines Getränks, besonders Alkohol, müssen Sie immer beide Hände benutzen. Außerdem müssen Sie, wenn Sie vor einem Älteren oder Chef einen Schluck Soju trinken, respektvoll den Kopf zur Seite drehen, damit Sie nicht direkt vor ihnen trinken (고개를 돌리고 술을 마셔요). Die Stäbchen-Etikette ist ebenso heilig. Stecken Sie Ihre Stäbchen niemals senkrecht in Ihre Reisschale (밥에 젓가락을 꽂으면 안 돼요). Dieses Bild erinnert an Räucherstäbchen, die bei Beerdigungen verbrannt werden, und gilt als schreckliches Omen. Außerhalb des Esstisches wird auch das Verhalten in der Öffentlichkeit genau beobachtet. Sich in der Öffentlichkeit laut die Nase zu putzen – in Deutschland völlig normal – gilt in Korea als höchst unhygienisch und ekelhaft. Sie sollten leise schniefen oder auf die Toilette gehen, um sich die Nase zu putzen. Schließlich gibt es einen berüchtigten Aberglauben beim Schreiben von Namen. Sie dürfen den Namen einer lebenden Person niemals mit roter Tinte schreiben (이름은 빨간색으로 쓰면 안 됩니다). Historisch gesehen wurde rote Tinte ausschließlich in Familienregistern verwendet, um die Namen der Verstorbenen einzutragen. Den Namen eines Lebenden in Rot zu schreiben, bedeutet, ihm den Tod oder Unglück zu wünschen. Diese Tabus aus Unwissenheit zu brechen, wird Ausländern meist verziehen, aber sie zu beherrschen, verschafft Ihnen immensen Respekt.
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