Haben Sie dieses Wochenende Zeit?
Möchten Sie zusammen zu Abend essen?
Wollen wir ins Kino gehen?
Wann passt es Ihnen am besten?
Samstagnachmittag passt gut.
Ja, gerne. Ich komme!
Es tut mir leid, aber ich habe schon etwas vor.
An dem Tag bin ich wohl etwas beschäftigt.
Lass uns das nächste Mal zusammen hingehen.
Ich lade Sie ein.
Danke, dass Sie zur Party gekommen sind.
Kommen Sie doch mal bei mir vorbei.
Wo sollen wir uns treffen?
Lass uns vor Ausgang 9 der Station Hongdae treffen.
Bitte sagen Sie Bescheid, falls Sie sich verspäten.
Pläne zu machen und Einladungen auszusprechen, erfordert in Südkorea das Navigieren durch ein subtiles Labyrinth aus Höflichkeit, sozialen Verpflichtungen und indirekter Kommunikation. Eine faszinierende kulturelle Eigenheit ist das Konzept der "leeren" Einladung. Beim Verabschieden könnte ein Koreaner fröhlich sagen: "Lass uns irgendwann mal zusammen essen" (언제 밥 한번 먹자 - Eonje bap hanbeon meokja). Für Deutsche klingt das nach einem konkreten Plan. In Korea ist dies jedoch häufig nur eine warme, höfliche Art, sich zu verabschieden, ähnlich wie "Wir sehen uns". Warten Sie also nicht auf einen konkreten Termin! Wenn man einen echten Plan schmiedet, fragt man zuerst sanft nach der Verfügbarkeit: "Haben Sie dieses Wochenende Zeit?" (이번 주말에 시간 있으세요? - Ibeon jumare sigan isseuseyo?). Wenn sie annehmen, lautet die Antwort eifrig: "Ja, klingt gut!" (네, 좋아요 - Ne, joayo). Das eigentliche kulturelle Minenfeld liegt jedoch im Ablehnen einer Einladung. Ein glattes, direktes "Nein" gilt als extrem schroff und verletzt das Kibun (den Stolz/die Gefühle) des anderen. Stattdessen nutzen Koreaner weiche, vage Ausreden, um das Gesicht beider Seiten zu wahren. Wenn Sie absagen müssen, sollten Sie sagen: "Es tut mir leid, aber ich habe bereits etwas vor" (미안하지만, 선약이 있어요 - Mianhajiman, seonyagi isseoyo) oder den Satz einfach ausklingen lassen mit: "An dem Tag bin ich wohl etwas beschäftigt..." (그날은 좀 바쁠 것 같아요 - Geunareun jom bappeul geot gatayo). Der andere wird sofort zwischen den Zeilen lesen (Nunchi) und das Thema elegant fallen lassen. Wenn man ausgeht, teilen Jugendliche zwar oft die Rechnung, aber häufig besteht der Einladende oder der Älteste stolz darauf, für die gesamte Gruppe zu bezahlen: "Das geht auf mich!" (제가 쏠게요 - Jega ssolgeyo).
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