Ich bin noch ledig.
Mein Mann ist Koreaner.
Ich reise zusammen mit meiner Frau.
Ich habe zwei Kinder.
Ich bin in Paris geboren und aufgewachsen.
Ich habe an der Universität Wirtschaft studiert.
Ich habe vor zwei Jahren meinen Abschluss gemacht.
Wie lange sind Sie schon in Korea?
Ich bin vor drei Jahren zum ersten Mal nach Korea gekommen.
Mein Kindheitstraum war es, Arzt zu werden.
Ich habe meinen Militärdienst abgeleistet.
Waren Sie schon einmal in Frankreich?
Ich arbeite jetzt als Freiberufler.
Ich möchte in Korea leben.
Wir sind oft umgezogen, als ich klein war.
In Deutschland wird die strikte Trennung von Privat- und Berufsleben großgeschrieben. Kurz nach dem Kennenlernen persönliche Fragen nach Alter, Familienstand, Gehalt oder Bildungshintergrund zu stellen, gilt als übergriffig und indiskret. In Südkorea hingegen ist dieser schnelle Austausch höchst persönlicher Informationen ein absolutes Standardverfahren, das man als "soziales Mapping" bezeichnen könnte. Da die koreanische Sprache vollständig davon abhängt, genau zu wissen, wo man im Verhältnis zur anderen Person steht (in Bezug auf Alter und Status - 소속), müssen Einheimische diese Fragen stellen, um die richtige Höflichkeitsstufe festzulegen. Seien Sie nicht beleidigt, wenn ein neuer Bekannter sofort fragt "Sind Sie verheiratet?" (결혼하셨어요? - Gyeolhonhasyeosseoyo?) oder "Was ist Ihr Beruf?" (직업이 뭐예요? - Jigeobi mwoyeyo?). Sie sind nicht neugierig; sie versuchen nur herauszufinden, wie sie Ihnen mit angemessenem Respekt begegnen können. Ein weiteres monumentales Gesprächsthema unter koreanischen Männern ist der Militärdienst (군대 - Gundae). Aufgrund der anhaltenden geopolitischen Situation mit Nordkorea ist der obligatorische Militärdienst von rund 18 bis 21 Monaten für alle gesunden südkoreanischen Männer Pflicht. Die Frage "Warst du schon beim Militär?" (군대에 다녀왔어요? - Gundaee danyeowasseoyo?) ist ein perfekter Eisbrecher. Die gemeinsamen Entbehrungen der Dienstzeit schaffen sofortige Brüderlichkeit unter koreanischen Männern. Ebenso hat die Diskussion darüber, an welcher Universität man studiert hat, immenses Gewicht, da die koreanische Gesellschaft einen extrem hohen Wert auf den akademischen Stammbaum und das Prestige der Alma Mater legt. Zu verstehen, dass diese persönlichen Fragen ein Mechanismus zur Herstellung sozialer Harmonie und kein Eindringen in Ihre Privatsphäre sind, ist der Schlüssel zu einem entspannten Umgang in Korea.
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