Ich möchte eine Klinik für traditionelle koreanische Medizin besuchen.
Ich habe mir den Knöchel verstaucht.
Ich möchte Akupunktur bekommen.
Tut Akupunktur weh?
Können Sie eine Schröpftherapie machen?
Ich möchte mir Kräutermedizin verschreiben lassen.
Ich werde Ihren Puls fühlen.
Wir müssen die Blutstauung auflösen.
Bitte machen Sie auch Physiotherapie.
Ich lege Ihnen eine Wärme-/Kältepackung auf.
Bitte legen Sie sich auf den Bauch.
Bitte legen Sie sich auf den Rücken.
Vermeiden Sie anstrengende Übungen.
Bitte kommen Sie morgen wieder.
Wird das von der Versicherung abgedeckt?
In vielen westlichen Ländern, so auch in Deutschland, wird die traditionelle oder pflanzliche Medizin oft als "alternativ", ausgegrenzt oder völlig getrennt von der Schulmedizin betrachtet. In Südkorea ist die Traditionelle Koreanische Medizin eine massive, hoch angesehene und vollständig integrierte Säule des nationalen Gesundheitssystems. Die Kliniken, in denen sie praktiziert wird, heißen Haniwon (한의원). Die dortigen Ärzte (Han-uisa genannt) durchlaufen ein jahrelanges, rigoroses Universitätsstudium und müssen staatliche Prüfungen ablegen (weit über den Status eines Heilpraktikers hinaus). Wenn Sie ein Haniwon betreten, werden Sie sofort den tiefen, erdigen und beruhigenden Duft kochender Heilkräuter (한약 - Hanyak) wahrnehmen. Während bei Infektionen oder Operationen meist die westliche Medizin aufgesucht wird, gehen Koreaner bei Muskelschmerzen, Gelenkproblemen, chronischer Müdigkeit oder einem verstauchten Knöchel (발목을 삐었어요 - Balmogeul ppieosseoyo) instinktiv in ein Haniwon. Der Diagnoseprozess ist faszinierend; der Arzt wird Ihren Puls sehr gründlich prüfen (진맥 - Jinmaek), um den Energiefluss (Qi) Ihres Körpers zu bestimmen und Stauungen von sogenanntem "schlechtem Blut" (어혈 - Eohyeol) zu lokalisieren. Die Behandlung umfasst in der Regel eine umfassende, mehrstufige Sitzung. Zunächst legen Sie sich auf ein beheiztes Bett, das oft über integrierte mechanische Massagerollen verfügt. Dann erhalten Sie Akupunktur (침 - Chim), bei der hauchdünne Nadeln fast schmerzfrei gesetzt werden. Darauf folgt häufig eine Schröpftherapie (부항 - Buhang), bei der erhitzte Glas- oder Plastikglocken auf die Haut gesaugt werden, um die Durchblutung massiv zu fördern. Dies hinterlässt temporäre, kreisrunde blaue Flecken, die Koreaner stolz als Zeichen der Heilung tragen! Das Beste daran: Da diese Behandlungen offiziell anerkannt sind, sind die allermeisten Eingriffe in einem Haniwon unglaublich günstig und werden von der staatlichen Krankenversicherung abgedeckt.
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